Artikel Gastwirt Ausschnitt

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Mein innerer Sportler ist nicht tot. Er schläft nur. Bitte, das war nicht immer so. In meinen jungen Jahren hat er mich zu teilweise sehr ungewöhnlichen Dingen angetrieben; sogar zu einer kurzen, aber heftigen Leistungssport-Karriere. Aber damals war Bruno Kreisky noch Kanzler der Republik, die Dopplerflasche das Gardemaß der Weinkultur, und meine Gelassenheit bei weitem nicht so ausgeprägt wie heute.

Mein innerer Sportler hat sich gerade geräkelt und selig gelächelt, denn er hat von der Rückkehr aufs Siegespodest geträumt. Pssst! Lassen Sie ihn schlafen, ja? Und verraten Sie ihm nie, dass das gar kein Traum war. Es ist nämlich tatsächlich so: In der zweiten Ausgabe 2012 des renommierten Gastronomie-Magazins „Der Gastwirt“ veröffentlicht Fachredakteur Gerhard Heczko die Ergebnisse seiner schon traditionellen Blindverkostung gereifter Rotweine, diesmal des 2006er-Jahrganges. Und siehe da: Mit hauchdünnen 0,1 Punkten Vorsprung findet sich Weinand‘s 2006 auf Platz 1. Dass jene Weine, die auf den Plätzen dahinter liegen, zum ‚Who is Who‘ der österreichischen Rotweinszene zählen, macht meinen inneren Sportler noch ein wenig erfreuter.