Der Tatort befand sich im 7. Wiener Gemeindebezirk, die Tatzeit konnte mit 11. Oktober zwischen 19:00 und 24:00 Uhr rekonstruiert werden. Als Täter wurden gleich mehrere Personen identifiziert:

  • Christian Gansterer, er stellte die Räumlichkeiten in „Kristians Monastiri“ für die Tat zur Verfügung
  • sein Küchenchef, Jürgen Winter, war für den mörderisch guten Gaumen-Attacken verantwortlich
  • und die diabolisch-beeindruckende Weinbegleitung stammte vom „Negociant Eleveur“ Martin Weinand

Dieses gefährliche Triumvirat schaffte es auch noch, eine Schar unschuldiger „wohlstandsverwahrloster Hedonisten“ an den Tatort zu locken. Die „Opfer“ ließen sich sodann auf sadomasochistische Weise intensiv verwöhnen – pardon: quälen!

Schon beim Gruß aus der Küche konnte mann (und frau) ahnen, dass höllische Kreationen den Gaumen fordern würden. Dies wurde dann auch beim ersten Anschlag bestätigt. Zum „Saiblings Tartar mit Pfirsich & Basilikum“ aber auch zur zweiten Attacke, „Kürbis Risotto mit Orange & Chili“, mit feurigen Anteilen am Teller, kamen die spannenden, eher unkonventionellen und deshalb auch mutigen, in jedem Fall aber beeindruckenden, Weißwein-Cuvées augenblicklich gut an.

Auch beim „Pulpo mit geräuchertem Paprika & schwarzem Knoblauch“ war es die Aromenvielfalt am Teller, die einen einfallsreichen Wein verlangte. Weinand´s weiß 2012 ließ die Opfer förmlich niederknien. Beim Haupt-Delikt aus der Küche, dem „Hirsch mit Cipollini, Karotte & Süßholz“ war die Opferschar zwischen den beiden Rotwein-Cuvées von den unterschiedlichen Jahrgängen 2008 und 2009 hin und hergerissen. Und auch zum gereiften Pecorino mit Trüffel-Honig war die Qual der Wahl nicht wirklich einfach zu rekonstruieren. Pinot Noir aus dem Hause Feiler (als einzige „Gast-Waffe“) oder doch eher die zart restsüße Weinand-Weißwein-Komposition aus dem Jahr 2009? Letztere entpuppte sich dann schließlich als perfekte Tatwaffe.

Dass auch noch zum Schluss, zu der „süßen Überraschung mit Weinand´s Chocolate“, der rote Ruster Ausbruch 2010 wie eine Bombe einschlug, komplettierte das kulinarisch-vinophile Massaker.

Diese Mords-Partie muss unbedingt fortgesetzt werden!“, hörte man von der Opferschar – und Martin Weinand muss sich als Wiederholungstäter zur Verfügung stellen.